Die grosse Wut und die kleinen Schritte

Gewerkschaftliches Organizing zwischen Protest und Projekt



Die Gewerkschaften verlieren seit Jahren in vielen Ländern an Einfluss und Mitgliedern. In den USA wurde dieser Krise mit Techniken der Organisierung begegnet, die zuvor in den Kämpfen der radikalen Linken und der sozialen Bewegungen erprobt worden waren. Als internationales Vorbild gelten dabei häufig die Protestaktionen der GebäudereinigerInnen in Los Angeles zu Beginn der 1990er Jahre. Ihre »Justice for Janitors«-Aktionen wurden durch den Film »Bread and Roses« von Ken Loach weithin bekannt und stilbildend.

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Taschenbuch, 192 S., Assoziation A (2010), Autor: Peter Birke

Seitdem hat der Traum von einer Erneuerung der Weltgewerkschaftsbewegung wieder Auftrieb erfahren, und Organizing wurde in Gewerkschaften und sozialen Bewegungen zum neuen Zauberwort. Aber was ist Organizing überhaupt? Und sind die Methoden, die ein Teil der US-Gewerkschaftsbewegung entwickelt hat, überhaupt übertragbar? Was können wir aus den transnationalen Erfahrungen in anderen Ländern – wie Südafrika und Südkorea – lernen? Welche Widersprüche bestehen zwischen dem »Eigensinn« der Kämpfe und der institutionellen Logik der Gewerkschaften? Und wie kann die Wut über sich verschlechternde Arbeits- und Lebensbedingungen in alltägliches, kollektives Handeln verwandelt werden?
Das Buch rekonstruiert die Genese des Organizing im transnationalen Maßstab und berichtet über aktuelle Erfahrungen in einigen deutschen Organizing-Projekten.